Die geheimen Lager der Regierung

02.08.2017 - 10:18 Uhr

Die geheimen Lager der Regierung

TOP SECRET: Dass wir eine unwissende Bevölkerung sind, ist sicher seit Edward Snowden’s Veröffentlichungen kein Geheimnis mehr. Dennoch ist es immer wieder erstaunlich, welch kuriosen Verstecke mit der Zeit noch ans Licht kommen (werden)!

Iron Mountain, Kalksteintresor & Co

Die Firmen Corbis und Warner Brothers bewahren spannendes Foto- und Filmmaterial im Iron Mountain in der Nähe von Pittsburgh auf. Details werden verschwiegen, genauso wie die Infos zu Personalakten und Patenten der US-Regierung, die gut geschützt in katastrophensicheren Kalksteintresoren lagern.

Europa steht ebenfalls hoch im Kurs:

Vor allem in der Schweiz finden sich unterirdisch unzählige Lager für Kulturgüter. Zudem wird in der Nähe von Gstaad durch das Rechenzentrum Mount10 auf Dokumente von großen Unternehmen aufgepasst.

Allen unterirdischen Lagern ist die Unkenntnis der Bevölkerung über deren genaue Adresse und konkreten Inhalt gemeinsam. Selbst die Mitarbeiter werden nur über die notwendigsten Infos in Kenntnis gesetzt.

Notfalllager für das ganze Land

Deutschland schlägt mit seinen ca. 150 geheimen Lebensmittel-Vorratslagern nicht weniger Schlagzeilen. Für Notfälle, wie Krisen, Naturkatastrophen, Tierseuchen, Streiks oder terroristische Anschläge sollen die eingelagerten Lebensmittelvorräte die Bevölkerung ernähren. Eine umstrittene Zahl (mangels Beweisen) spricht von rund 440.000 Tonnen Weizen, 140.000 Tonnen Hafer und sogar 50.000 Tonnen Roggen.

Die Kosten für das Bundesministerium für Ernährung belaufen sich dabei jährlich auf etwa 15 Millionen Euro! Zudem müssen, für die Qualitätsgarantie, die Vorräte alle 10 Jahre ausgetauscht werden.

Einem Bericht aus der Südthüringer Zeitung, veröffentlicht am 6.2.2009, ist folgendes Zitat über die Geheimhaltung solcher Lager zu entnehmen:

„Zwei unscheinbare Hallen irgendwo in Thüringen. Die Adresse ist geheim, nur ein paar Eingeweihte wissen, was es mit ihnen auf sich hat. Die Geheimniskrämerei hat einen Grund: „Der Standort darf nicht bekannt gegeben werden, um Plünderungen zu vermeiden"

Amerikas Waffen unter unseren Böden

Erst in den 90er Jahren kamen sie ans Licht!
Insgesamt wird von 79 geheimen amerikanischen Waffenlagern in Österreich gesprochen.

Die Idee der Amerikaner: Wenn der Kalte Krieg zwischen West und Ost aus den Fugen gerät, sollen genügend Reserven an Waffen und Munition vorhanden sein, um die langwierigen Transportwege zu vermeiden.

1996 wurden 65 der 79 entdeckt: Man fand insgesamt 300 Pistolen, 250 Karabiner, 270 Maschinenpistolen, 65 Maschinengewehre, 20 sogenannte Sonderwaffen, 50 Panzerabwehrrohre, 2700 Handgranaten, 230.000 Schuss Munition, 1150 Panzerabwehrgranaten sowie 3,4 Tonnen Sprengstoff.

Nach heutiger Erkenntnis wäre ein unbemerkter Zugang zu den Lagern jedoch unmöglich gewesen. Sie befanden sich nämlich alle mindestens zwei Meter unter der Erde und man hätte Bergepanzer oder Bagger zur Bergung heranziehen müssen.

Offen bleibt die Frage: War Österreich seinerzeit über die Waffenlager informiert?
Der damalige ÖVP-Staatssekretär Ludwig Steiner jedenfalls beteuerte seine Unwissenheit, was den Aussagen von ÖGB-Präsident Franz Olah und dem Widerstandskämpfer Fritz Molden widersprach: Bei der Entdeckung der Lager gaben beide zu, darüber eingeweiht worden zu sein...

Fund aus Asterix’ & Obelix’ Zeiten

Niederösterreich: Römische Basis im Marchfeld
2011 wurde ein Militärlager für 11.000 Soldaten in Engelhartstetten entdeckt!

Im Jahre 166 n. Christus - etwa zu Lebzeiten von Asterix und Obelix - wird das römische Reich nach jahrzehntelanger Friedensphase vom Norden bedroht. Die Germanen rücken entlang der Bernsteinstraße (Burgenland) an.

Der Plan der Römer: Aus ihrem Lager im Hinterhalt den Germanen in den Rücken zu fallen. Ganz nach dem Motto: „Überraschungsangriff ist die beste Lösung!“
Hierfür bauten sie nördlich der Donau bei Engelhartstetten ein ca. 47 Hektar großes Militärlager (etwa 70 Fußballfelder). Dort versammelten sie sich für den Angriff.

2011 fand der leitende Archäologe Dr. Stefan Groh, vom Österreichischen Archäologischen Institut (ÖAI) das Militärlager mit seinem Team.
Durch den Einsatz von Grabungen und geophysikalischen Messungen erforschte das Archäologie-Team das Lager im Marchfeld. „Es ist mit einem 2700 Meter langen, drei Meter breiten und über ein Meter tiefen Graben befestigt und besitzt mehrere Tore“, erwähnte Dr. Groh gegenüber der Presse.

Interessante Facts am Rande:

Schon nur für die Anlage der Gräben mussten die Römer 4.000 Kubikmeter Erde wegschaffen.
Und Auswertungen digitaler Airborne-Laserscandaten ergaben: Das Militärlager befand sich seinerzeit auf einer Insel in den Donauauen.

Österreichs „geheimster Ort“

Gehütet als „Staatsgeheimnis Nummer 1“ lag in St. Johann im Pongau 31 Jahre lang der Regierungsbunker, sowie die österreichische Luftraumüberwachung im Verborgenen. Hunderte Meter tief im Salzburger Berg befand sich ein kilometerlanges Tunnelsystem, das bis zum Zeitalter des Internets unentdeckt blieb.

Seit der Erbauung im Kalten Krieg diente - damals, wie heute - der fünfstöckige Bunker als Notfallzentrale für den Ernstfall. Über drei Monate lang können bis zu 500 Menschen darin Schutz finden. Astronautennahrung, sowie ein eigenes Energiesystem machen ein so langes Überleben unterirdisch möglich! Daneben kann unter dem Erdboden der österreichische Luftraum erfolgreich überwacht werden.

Heute, mit Google und Co sind die genauen Koordinaten des Bunkers mit einem Klick online abrufbar. Sogar Fotografen genossen bereits einen Rundgang im ehemals „geheimsten Ort“ Österreichs und ihre „Beweisbilder“ können nun von ganz Österreich bestaunt werden.

Mittlerweile wird das Tunnelsystem, neben dem Rückzugsort für den Ernstfall und der militärischen Luftraumüberwachung zur Sicherung von streng geheimen Daten genutzt.
Der sogenannte „Datenbunker der Republik“ beinhaltet „Daten des Bundeskanzleramtes und aller Ressorts, vom Innen- bis zum Finanzministerium", wie Sektionschef Manfred Matzka einer zuverlässigen Quelle verrät.

Strenge Zutrittskontrollen sichern die Daten. Es stellt sich jedoch die Frage nach der Sinnhaftigkeit ausgeklügelter Sicherheitsmaßnahmen, wenn schon motivierte Fotografen das innere des Bunkers komplett abgeknipst haben?

Cannabislager mit millionenhohen Umsätzen

Den Grenzen der Legalität verschrieb sich ein 45-jähriger ehemaliger Jus-Student. Im Süden von Wien züchtet Alexander Kristen in seinem Lager Hanfpflanzen, die er legal und äußerst gewinnbringend als Zierpflanzen verkauft. Illegal wird es jedoch, wenn die getrockneten Blüten davon (Marihuana) konsumiert werden. Kristen wäscht seine Hände in Unschuld, immerhin kann er nicht jedem Käufer einen Hausbesuch abstatten, um die ausschließliche Verwendung des Cannabis als reine Zierpflanze zu garantieren...

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