Selfstorage – eine boomende Branche

31.07.2018 - 17:31 Uhr

Selfstorage – eine boomende Branche

Die Ursprünge von Selfstorage

Selfstorage steht laut dem Verband deutscher Selfstorage-Unternehmen für das „Selbst-Einlagern“ von Sachen sowohl durch Private als auch Business-Kunden in individuellen, sicheren, sichtgeschützten und bequem zugänglichen Mieteinheiten. Die Größen und Mietzeiten sind dabei flexibel. Was in den USA schon seit den 60er Jahren gang und gäbe ist, boomt derzeit regelrecht in Europa.  Damals haben schlaue Geschäftsleute leerstehende Garagen, Schuppen und Ställe als Lagerräume vermietet. Heute sind die Selfstorage-Lager mit moderner Zutrittstechnik, Video- und Sensorüberwachung ausgestattet und können online gebucht werden. Übrigens: das allererste Selfstorage-Lager soll der Legende nach in China entstanden sein. Dort hat man sein Hab und Gut in Tontöpfen unter der Erde in speziellen, bewachten Speichern aufbewahrt. Mehr dazu kannst du in unserem Blogbeitrag lesen.

 

Der Bedarf nach Stauraum

Ob in Wien, Berlin, München, Köln oder Südbaden – der europäische Selfstoragemarkt wächst kontinuierlich zwischen 5 und 10 Prozent. Das zusammen mit einer durchschnittlichen Auslastung von rund 80% zeugt von dem enormen Bedarf nach Selfstorage-Lagerräumen. Denn der Wohnraum wird immer knapper, die Mietpreise steigen und die Urbanisierung nimmt rasant zu. Die Dachböden werden zu exklusiven Loft-Apartments ausgebaut, Keller weitervermietet oder sind für die Lagerung ungeeignet. Dabei geht der Stauraum verloren. Und diesen braucht man heutzutage immer mehr: für die Skier, Angelausrüstung, Winterreifen oder Bücher. Sachen, die man derzeit zwar nicht braucht, die aber zu schade zum Wegschmeißen sind. Die Kunden sind sowohl Private, als auch Firmen. Ob kurzfristige Zwischenlagerung wegen eines Umzuges oder eine langfristige Aufbewahrung von ganzer Wohnungseinrichtung wegen der Scheidung oder eines Auslandsaufenthalts – die Einlagerungsgründe sind so vielfältig, wie das eingelagerte Hab und Gut. Firmenkunden lagern vor allem Akten, Buchhaltung, aber auch Warenbestände für Online-Shops sowie Arzneimittel.

Die nachfolgende Grafik gibt einen überblick über den europäischen Selfstorage-Markt.

Europäischer Selfstorage-Markt im Überblick (Quelle: JLL/Fedessa/Storebox)

Der Selfstorage-Markt

Im Vergleich zu den USA, wo es über 54.000 Selfstorage-Standorte mit einer Gesamtfläche von über 285 Mio. Quadratmeter gibt, ist die Europäische Selfstorage-Branche mit ihren 3247 Standorten und 8,7 Mio. m² Fläche erst im Aufbau. Die nachfolgenden Grafiken zeigen den globalen und europäischen Selfstorage-Markt. Die unterschiedlichen Farben auf der Landkarte zeigen einerseits die geschätzte Anzahl der Selfstorage-Standorte und andererseits die Selfstorage-Fläche pro Einwohner.

 

Anzahl der Selfstorage-Standorte in Europa (Quelle: JLL/Fedessa)

Gemessen an der Anzahl der Selfstorage-Standorte und an der Selfstorage-Dichte ist Großbritannien an erster Stelle europaweit (44% aller europäischen Selfstorage-Standorte sind in UK konzentriert). Aber auch die durchschnittliche Jahresmiete pro Quadratmeter ist in UK mit €574 am höchsten (EU-Durchschnitt liegt bei €258/m²). Weitere große Märkte sind Frankreich (10,9% aller Standorte), Spanien (10,6%), Niederlande (8,9%), Deutschland (6,2%) und Schweden (4,6%). Obwohl Österreich vergleichsweise kleiner Markt ist, beträgt hier die Selfstorage-Dichte 0,009m² pro Kopf, also etwas höher als in Deutschland (0,006m² pro Kopf). Nur zum Vergleich: in den USA sind es 0,69m² pro Einwohner.

 

Selfstorage-Dichte in Europa (Quelle: JLL/Fedessa)

Global gesehen sind es vor allem die USA, Australien und Südostasien, aber auch Südamerika und Südafrika, wo die Selfstorage-Branche am schnellsten wächst.

 

Anzahl der Selfstorage-Standorte weltweit (Quelle: JLL/Fedessa)

Wir hoffen wir konnten dir einen Überblick über die Selfstorage-Branche verschaffen und freuen uns, dich bei Storebox, dem modernsten Selfstorage Europas, begrüßen zu dürfen!

Dein Storebox-Team.

 

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