Umzug ins Seniorenheim - wohin mit dem Porzellan?

08.02.2018 - 15:57 Uhr

Umzug ins Seniorenheim - wohin mit dem Porzellan?

Ein Umzug ins Altersheim ist generell kein allzu freudiges Ereignis. Dieser Schritt ist sehr oft mit Krankheit, Einschränkungen im täglichen Leben, Pflegebedarf oder auch dem Verlust eines geliebten Menschen verbunden. Der Verlust der Eigenständigkeit und das Aufgeben der eigenen vier Wände und gewohnten Umgebung verursachen natürlich bei vielen Betroffenen Angstgefühle. Man ist verunsichert und traurig. Als Angehöriger kann man sich jedoch auf diese große Veränderung gut vorbereiten und den Übergang angenehmer gestalten. Hier haben wir Tipps gesammelt, um euch dabei zu unterstützen.

1) Das Thema früh ansprechen

Der wichtigste Rat: Früh genug gemeinsam über einen möglichen Umzug ins Seniorenheim sprechen. (Altersheim klingt sehr nach „abschieben“ und das Gefühl wollen wir unseren lieben Oldies auf keinen Fall geben!) Das ist natürlich nur möglich, wenn es kein akuter Notfall ist (dazu später). Sprecht mit Eltern, Großeltern, Onkel und Tanten ganz neutral darüber - einfach mal als Vorschlag, für einen Zeitpunkt in der Zukunft. Auf jeden Fall sollte man bei der Wortwahl vorsichtig sein. Formulierungen wie „das muss jetzt sein“ oder „es ist nur zu deinem Besten“ könnt ihr sofort aus eurem Vokabular streichen. Unsere älteren Familienmitglieder mögen zwar alt und/oder krank sein, aber deshalb nicht unmündig. Diese Wortwahl würde wohl jeden verletzen. Das bringt uns schon zum Punkt 2.

2) Heim-Viewing und -Voting

Unbedingt frühzeitig über die in Frage kommenden Heime sprechen. Hierfür könnt ihr euch Listen und Informationen bei sozialen Diensten und Gemeinden holen. Auch solltet ihr folgende Aspekte besprechen: Gibt es ein Wunsch-Heim? Möchte der/die Angehörige im gewohnten Viertel bleiben? Gibt es dort ein Seniorenheim? Sollte es in der aktuellen Wohngegend bereits eine Einrichtung geben, wäre das nur von Vorteil, denn dann kennt man schon das Umfeld, Geschäfte, andere Anwohner, Spazierwege, Kirche, etc. All das kann einen Umzug erleichtern. Allerdings gibt es auch Fälle, wo Menschen in Heime in der Nähe ihrer Kinder oder Enkelkinder ziehen wollten. Die Nähe zu den Angehörigen kann auch ein großer Vorteil sein (Stichwort: häufigere Besuche).

3) Zum Heim vortasten

In der Wahlunterkunft einen Besuchstermin auszumachen, ist auf jeden Fall ein smarter Move. Achtet auf jeden Fall darauf, dass das Familienmitglied „einen guten Tag“ hat. Wenn man schon schlecht gelaunt ist, Schmerzen hat oder sehr traurig ist, dann wird man dem möglichen neuen Zuhause eher weniger positiv gegenüberstehen. Auf jeden Fall auch genug Zeit für die Besichtigung einplanen, denn Eile oder Stress sind keine guten Voraussetzungen. „Na, da ist es doch schön!“ oder „Sollen wir gleich alles fixieren?“) kommt meist auch nicht besonders gut an. Ebenso wichtig ist es auch mit der Heimleitung über die Mitnahme der eigenen Möbel oder auch Haustiere zu sprechen. Häufig sind kleine Hunde, Katzen oder Vögel erlaubt. Der Lieblings-Lehnstuhl, die alte Kommode, Fotos und Bildern machen das neue Zuhause nicht ganz so fremd, wecken schöne Erinnerungen und können das Eingewöhnen erleichtern.

4) Erfahrungen einholen

Sollten sich schon Bekannte in dem gewählten Heim befinden, wäre es natürlich toll, wenn man diese auch gleich treffen könnte. Allerdings sollte man vorher vielleicht in Erfahrung bringen, ob diese sich in der jeweiligen Einrichtung auch wohlfühlen. Negative Erfahrungsberichte gleich bei der ersten Besichtigung sind nur wenig hilfreich!

5) Zeitpunkt festlegen

All diese Schritte sind natürlich nur umsetzbar, wenn man genug Zeit hat und früh genug über einen Umzug gesprochen wird. Generell ist es von Vorteil, wenn unsere älteren Familienmitglieder den Zeitpunkt des Umzugs in ein Seniorenheim selbst bestimmen können und auch noch in der Lage sind, die vielfältigen Angebote anzunehmen und auszunützen (Ausflüge, Tanz-Singgruppen, Gymnastik, Kartenrunden, etc.).

6) Notfalls eine Übergangslösung

Im Fall eines akuten Umzugs ohne besonders lange Vorlaufzeiten muss man nicht in Hektik verfallen. Nach Rücksprache mit Kliniken oder Reha-Einrichtungen lässt sich auch hier meist eine gute Lösung für alle Beteiligten finden. Sollte das Wunschheim nicht frei sein, ist es oft besser eine Überbrückungslösung zu Hause (Pflegedienst) zu versuchen, als in eine „ungeliebte“ Unterkunft zu ziehen. Dort werden Oma oder Opa wahrscheinlich nicht glücklich werden, denn ein späterer Umzug ist eher mühsam.

7) Hab und Gut bei Family-Entrümplungsparty verteilen/entsorgen

Wenn dann ein Umzug bereits organisiert ist, steht meist noch das Ausräumen der alten Wohnung an. In den meisten Fällen wollen unsere Lieblingsmenschen, die ins Heim übersiedeln, nicht mehr beim Ausräumen helfen.  Sobald die Lieblingsstücke (Möbel, Bilder, Lampen, Fotos, etc.) nämlich ausgesucht sind und im neuen zu Hause ihren Platz gefunden haben, ist eine Rückkehr in die alte Wohnung oft zu schmerzlich (Rest in Piece geliebter Ramsch, der liebevoll über Jahrzehnte hinweg gesammelt wurde). Daher liegt diese Aufgabe meist bei den Angehörigen, was oft eine wahrhaftige Herkules-Aufgabe ist. Der beste Rat: Freunde und andere Familienmitglieder um Hilfe bitten, da man allein leicht in Panik verfällt und besser eine Familien-Entrümplungs/Ghostbuster-Party daraus machen. Auch Entrümpelungsfirmen können hilfreich sein, aber Vorsicht: Einmal entsorgt, sind die Dinge verloren und damit auch viele Erinnerungen. Also lieber versuchen, möglichst viele Dinge in der Familie aufzuteilen und wenn das in der kurzen Zeit nicht möglich ist, besser vorübergehend einen Lagerraum anmieten.

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Alles Liebe,

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