Achtung! Traumwohnung zu vergeben

05.11.2018 - 14:29 Uhr

Achtung! Traumwohnung zu vergeben

Egal ob Berlin, München, Wien oder Linz leistbare Wohnungen sind in vielen deutschen und österreichischen Städten Mangelware. Speziell wenn man auf der Suche nach einer Wohnung im guten Zustand und in zentraler Lage ist. Doch ab und an stößt man bei der Wohnungssuche auf eine Immobilienanzeige, die so gut klingt, dass es fast nicht wahr sein kann!

Hauserfront

Doch aufgepasst, was so schön klingt um kaum wahr zu sein, ist meist auch nicht wahr – verzweifelte Wohnungssuchende stellen ein leichtes Opfer für Immobilen-Trickbetrüger dar.  Sie locken mit der perfekten Traumwohnung und verschwinden mit der angezahlten Kaution und Miete. Man neigt dazu zu sagen, würde mir nie passieren, aber es passiert, aus dem Storebox-Umfeld haben wir schon die unterschiedlichsten Betrugsvarianten gehört.

Ich bin leider aktuell im Ausland, …

… das ist aber kein Problem, wir können die Besichtigung gerne anders lösen. Das war die Antwort als Julia Interesse an einer Immobilie in Linz geäußert hat. "Top-Lage, 80 m², lichtdurchflutet, 600 Euro Miete, sofort beziehbar", so lautete die Anzeige. Die Lösung des vermeintlichen Vermieters „Überweisen Sie mir doch 600 Euro Kaution auf mein Konto, gleichzeitig schicke ich Ihnen den Schlüssel zur Wohnung mit DHL. Wenn Ihnen die Wohnung gefällt, behalte ich die Kaution als Mietkaution ein, wenn nicht, geht das Geld natürlich wieder an Sie zurück.“ Diese Worte brachten Julia zum Nachdenken, sie fuhr zu der angegebenen Adresse und suchte den Namen des Vermieters am Klingelschild – konnte ihn aber nicht finden. Daraufhin brach sie den Kontakt ab, zwei Wochen später war in der Zeitung ein umfassender Bericht über Mietbetrüger in Linz zu lesen.

Schlüsselbund

Erfolgreich (unter-)vermietet 

Die zweite Horror-Story, von der wir berichten können, handelt von Lukas. Er zog vor 5 Jahren von Österreich nach Berlin, als Berufseinsteiger war für ihn eine möglichst niedrige Miete natürlich besonders wichtig. Unter all den teuren Angeboten fand er eine Wohnung in guter Lage und vergleichsweise günstig. Er flog nach Berlin um die Wohnung zu besichtigen und den Vermieter kennenzulernen – alles hat gut funktioniert - der Mietvertrag wurde sofort unterzeichnet. Die Kaution wollte der Vermieter in bar haben, kein Problem, am Ende ging man noch gemeinsam auf ein Bierchen – dem Umzug nach Berlin stand somit nichts mehr im Weg. Zwei Wochen später wurde der Klein-LKW gepackt und es ging Richtung Berlin. An der Wohnung angekommen, reagierte keiner auf das wiederholte Klingeln auch telefonisch war der Vermieter nicht erreichbar. Irgendwie schaffte es Lukas ins Treppenhaus, an der Wohnung angekommen, fand er einen Zettel an der Türe: „Sie haben diese Wohnung gemietet? Sie wurden Opfer eines Mietbetrügers, bitte rufen Sie folgende Nummer an.“ Am Telefon erklärte eine Rechtsanwältin, dass der vermeidliche Vermieter nur Untermieter der besichtigen Wohnung war und die Wohnung unerlaubt an 30 weitere Mieter vermietet hat. Er war natürlich mit der bezahlten Kaution spurlos verschwunden.  

Eingangstüre

So easy ist es also auf Betrüger reinzufallen! Wichtig ist auf jeden Fall persönlichen Kontakt zum Vermieter herzustellen, die Wohnung zu besichtigen und kein Geld vorab zu überweisen. Wenn dann immer noch Zweifel bestehen, sollte man einen umfassenden Background Check des Vermieters starten. Weitere Tipps wie Immobilien-Betrüger entlarvt werden können haben der Spiegel, immonet und immowelt sehr gut zusammengefasst.

Was tun, wenn es doch passiert und man wie Lukas mit gepacktem LKW vor, der nicht vorhandenen Wohnung steht? Die Polizei rät auf jeden Fall eine Anzeige bei der nächsten örtlichen Polizeistelle zu erstatten. Dann heißt es durchatmen und die nächsten Schritte in Ruhe planen. Gibt es Freunde oder Familie wo man zunächst Unterschlupf finden kann? Wenn nicht ab ins Hotel. Möbel können in der Zwischenzeit in einem Selfstorage zwischengelagert werden. Unsere Storebox-Abteile können zum Beispiel rund um die Uhr gebucht und genutzt werden, eignen sich also perfekt für solche Anlässe, auch wenn wir diese Situation keinem wünschen. Eine Faustregel besagt, dass man ca. 10% der Wohnungsgröße als Selfstorage benötigt. War die vorangegangene Wohnung also 50m² groß, reicht ein Abteil mit 5m² zur Einlagerung aller Möbel aus.

Bei der erneuten Wohnungssuche empfehlen wir, lieber die Ansprüche etwas zurückschrauben und dafür Betrügern zu entgehen.  Es gilt unserer Meinung nach sowieso die Devise, jede Wohnung wird durch seine Bewohner und durch deren individuelle Einrichtung perfekt! Lachend

Bis bald
Dein Storebox-Team

heller Raum

 

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